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Historisches
Das Familienbad in Heringsdorf
Die beiden Heringsdorfer Familienbäder lagen beiderseits der Seebrücke. Um den wachsenden Bedarf zu befriedigen, wurde 1909/10 östlich der Seebrücke unterhalb des Strandcasinos ein neues Familienbad erbaut, als dessen Schöpfer Dr. Werner Delbrück gilt. Von der Promenade beeindruckten die beiden den Eingangsbereich markierenden hohen Türme, während die Seitenenden von niedrigeren Türmen begrenzt wurden. Wenn man den Eingang betrat, kam man zuerst in einen Vorraum, der in einen großen Saal mündete.
Die beiden hufeisenförmigen Flügel ruhten auf Betonpfählen und führten bis ins Wasser, während in der Mitte und an den beiden Enden der Flügel nochmals kleinere Türme waren.
In den beiden Flügeln befanden sich die Umkleidekabinen, die den beiden Geschlechtern gestatteten, getrennt ins Wasser zu gehen. Die der Badeanstalt auf dem venezianischen Lido ähnliche Anlage hatte insgesamt über 200 Badezellen.
Die Familienbäder wurden mit der 1923 erlassenen Freibadeerlaubnis von Bansin bald überflüssig, da man ab diesem Zeitpunkt vom Strandkorb aus baden durfte. Den Rest des Beitrags lesen »
Unser Veranstaltungstipp für heute
20:30 Uhr „das Bernsteinzimmerkomplott“
Der Kunstdetektiv und Autor Dietmar B. Reimann enttarnt den Mythos vom angeblich geraubten und verschollenen „Achten Weltwunder“. 2 Stunden Spannung mit brisanten Enthüllungen
(Preis pro Person: 8,00 Euro mit Voranmeldung)
Unser Ausflugstipp
Der Leuchtturm von Swinemünde
Mit seinen 68 Metern soll der Leuchtturm von Swinemünde – dem heutigen Swinoucjscie – das höchste Seezeichen Pommerns und einer der höchsten entlang der Ostseeküste sein. Seit September 2000 ist er für Besichtigungen freigegeben und enthält eine kleine Ausstellung. Seitdem ist er für zahlreiche Touristen zum Anziehungspunkt geworden, die von dort den wunderschönen Blick über die Swine-Mündung genießen. Eine wunderbare Aussicht über Usedom und die daneben liegende Insel Wollin, bei klarem Wetter gar eine Aussicht auch auf die Insel Rügen sind Lohn für den doch etwas mühseligen Aufstieg. Der imposante Bau entstand übrigens von 1857 bis 1859 nach den Plänen des in Mecklenburg-Vorpommern mehrfach seine “Zeichen” hinterlassenden Architekten Severin. Die Ummantelung aus Hartbrandsteinen erhielt der Turm zum eigenen Schutz im Jahre 1900. Den Rest des Beitrags lesen »
Unser Ausflugstipp
Mühle und Schloss Pudagla
Etwas außerhalb des Ortes in Richtung Neppermin steht die restaurierte Bockwindmühle aus dem Jahr 1856. Freunde alter Technik können in deren Inneren hautnah die Funktionsweise der alten Mechanik studieren und während des Erntedankfestes diese in voller Funktion erleben. Im Ort sind außerdem die Reste des ehemals mächtigen Prämonstratenklosters zusehen, auf dessen Mauern der Pommernherzog Ernst Ludwig 1574 einen Witwensitz mit einem Renaissanceportal für seine Mutter errichten ließ.
Historisches
Die Kirchen Usedoms
Vorwiegend aus Backstein bzw. Feldstein errichtet, sind die meisten der 18 Inselkirchen hervorragende Beispiele mittelalterlicher Baukunst. Zu den wenigen später errichteten Gotteshäusern der Insel gehören die drei Kirchen der Kaiserbäder. So wurde die Heringsdorfer “Kirche im Walde” nach Bauplänen des Schinkelschülers Persins im Jahre 1848 errichtet. 152 Jahre nach der Einweihung – auf den Tag genau – erhielt sie nach liebevoller Restaurierung ihre alte Turmuhr zurück. 1894/95 entstand die Kirche zu Ahlbeck, ein neugotischer, roter Backsteinbau. Von Kennern besonders geschätzt: der Sandsteinaltar und das Holztonnengewölbe. Das jüngste Gotteshaus auf Usedom ist die 1938/39 erbaute Bansiner Kirche. Sie beherbergt u. a. Schnitzwerke des Pastors A. Neumann aus den 80er Jahren. In den Kirchen der Kaiserbäder und der Kirchengemeinden auf dem Lande finden regelmäßig evangelische und katholische Gottesdienste statt. Konzerte des Usedomer Musikfestivals verbinden seit Jahren einmalige Klangerlebnisse mit diesen sehenswerten Bauten. Den Rest des Beitrags lesen »
