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Historisches
Das Familienbad in Heringsdorf
Die beiden Heringsdorfer Familienbäder lagen beiderseits der Seebrücke. Um den wachsenden Bedarf zu befriedigen, wurde 1909/10 östlich der Seebrücke unterhalb des Strandcasinos ein neues Familienbad erbaut, als dessen Schöpfer Dr. Werner Delbrück gilt. Von der Promenade beeindruckten die beiden den Eingangsbereich markierenden hohen Türme, während die Seitenenden von niedrigeren Türmen begrenzt wurden. Wenn man den Eingang betrat, kam man zuerst in einen Vorraum, der in einen großen Saal mündete.
Die beiden hufeisenförmigen Flügel ruhten auf Betonpfählen und führten bis ins Wasser, während in der Mitte und an den beiden Enden der Flügel nochmals kleinere Türme waren.
In den beiden Flügeln befanden sich die Umkleidekabinen, die den beiden Geschlechtern gestatteten, getrennt ins Wasser zu gehen. Die der Badeanstalt auf dem venezianischen Lido ähnliche Anlage hatte insgesamt über 200 Badezellen.
Die Familienbäder wurden mit der 1923 erlassenen Freibadeerlaubnis von Bansin bald überflüssig, da man ab diesem Zeitpunkt vom Strandkorb aus baden durfte. Read the rest of this entry »
Unser Ausflugstipp für heute
Sternwarte „Manfred von Ardenne“ – Himmlische Sichtweisen
Die weit und breit einzige echte Volkssternwarte wurde 1960 im Seebad Heringsdorf gegründet! Der bekannte Wissenschaftler Manfred von Ardenne, jahrzehntelang Leiter eines großen wissenschaftlichen Forschungsinstitutes in Dresden, hat die Einrichtung der Sternwarte angeregt und u.a. durch Schenkung eines Schmidt-Spiegelteleskops gefördert. Bernhard Schmidt (1879-1935) konstruierte und baute Teleskope mit großem Sehfeld. Von den in den Jahren 1930 bis 1932 gebauten Instrumenten ist das Heringsdorfer weltweit wohl das einzige in Funktion! Mittels des Cassecrain-Systems (durchbohrter Spiegel) kann man die Himmelsobjekte über einen Revolver mit verschieden starken Okularen direkt betrachten. Die meisten Spiegel liefern zumeist fotografische Abbildungen. Das Heringsdorfer Fernrohr kann maximal 720-mal vergrößern. Ein kleinerer Carl-Zeiss-Refraktor liefert durch ein Linsensystem bis zu 140 fache Vergrößerungen.
Führung abends: Mo.- Do. 20.30 Uhr Read the rest of this entry »
Historisches
Wie Heringsdorf zu seinem Flugplatz kam
Fälschlicherweise wird immer von einem Heringsdorfer Flugplatz geschrieben. Heringsdorf hat aber noch nie einen Flugplatz besessen. Der Flugplatz, von dem die Rede ist, liegt in der Gemeinde Garz am Kleinen Oderhaff und wurde in den Jahren 1936/37 als Fliegerhorst Garz auf Usedom gebaut. Dieser Fliegerhorst diente der Ausbildung sowie dem Training der deutschen Kunstflugstaffel. In den letzten Kriegsjahren wurde das Rollfeld erweitert, damit auch Bomber starten und landen konnten. Nach dem Krieg waren zunächst eine sowjetische Fliegerstaffel und später Staffeln der RBU sowie eine sowjetische Panzerbrigade auf dem Flugplatz stationiert. Aus militär-strategischen Gründen wurde die Bezeichnung „Flugplatz Garz“ vermieden. Als es der Fluggesellschaft der DDR „Interflug“ gelungen war, die Genehmigung für einen zivilen Flugverkehr zu erhalten, eröffnete sie im damaligen Ferienheim „Solidarität“ in Heringsdorf ihr Büro. Nur diesem Umstand ist es zuzuschreiben, dass Heringsdorf zu einem Flugplatz kam. Heute sollte man eigentlich wieder ganz offiziell vom Flugplatz Garz sprechen, dem Flugplatz, über den die Anreisen auf die Insel Usedom erfolgen. Read the rest of this entry »
Unser Ausflugstipp
Lüttenort
In diesem kleinen Ort befindet sich die schmalste Stelle der Insel Usedom. Weiterhin beherbergt es das Gedenkatelier Otto Niemeyer- Holstein. Das Atelier Otto Niemeyer- Holstein zählt zu den besonderen Anziehungspunkten der Insel Usedom:
ein Refugium in dem sich Kunst und Natur unmittelbar begegnen. Das Anwesen, dessen eigenwillige Architektur mit der Anlage des Gartens und seinen Skulpturen bereits in sich selbst als Kunstwerk erscheint, erinnert an den bedeutenden Maler der deutschen Ostseeküste: Otto Niemeyer- Holstein (1896-1984).
Unser Veranstaltungstipp für heute
20:30 Uhr „das Bernsteinzimmerkomplott“
Der Kunstdetektiv und Autor Dietmar B. Reimann enttarnt den Mythos vom angeblich geraubten und verschollenen „Achten Weltwunder“. 2 Stunden Spannung mit brisanten Enthüllungen
(Preis pro Person: 8,00 Euro mit Voranmeldung)

